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Allgäu GmbH, Dominik Berchtold

Nachhaltigkeit im Lebensraum Allgäu erleben

Wie verankert man Verantwortung fest in den Strukturen einer ganzen Region? Dieser Frage widmete sich das LEADER-Projekt mit einer Laufzeit von 2022 bis 2024. Das wichtigste Ergebnis dieser intensiven Zusammenarbeit mit den Allgäuer Landkreisen und Städten: Nachhaltigkeit wurde von der Theorie in die Praxis geholt. Mit dem Aufbau eines regionalen Beteiligungsnetzwerks und der Schaffung unseres dauerhaften, internen Nachhaltigkeitsmanagements wurden bleibende Fundamente für die Zukunft des Lebensraums geschaffen.

    Strategische Verankerung und Zielsetzung

    In der Marken- und Destinationsstrategie Allgäu 2030 ist die Übernahme von ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung als zentrales Handlungsprinzip verankert. Das LEADER-Kooperationsprojekt „Nachhaltigkeit im Lebensraum Allgäu erleben“ (Projektlaufzeit: 07/2022–12/2024) hat dieses strategische Versprechen aktiv in die Praxis überführt. Unterstützt durch die Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte war es das primäre Ziel des Vorhabens, verantwortungsvolles Handeln als festes Querschnittsthema sowohl innerhalb der Allgäu GmbH als auch direkt in der Region strukturell zu etablieren.

    Bündelung und Netzwerkaufbau

    Im Rahmen des Projekts wurden regional engagierte Akteure sowie bestehende zukunftsfähige Angebote systematisch gebündelt und für Einheimische und Gäste sichtbar gemacht. Um maximale Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit zu gewährleisten, wurde aus den beteiligten Partnern ein aktives Arbeits- und Beteiligungsnetzwerk – die sogenannte „Koalition der Willigen“ – geschmiedet. Dieses Netzwerk dient seither als Plattform, um die zukunftsfähige Regionalentwicklung im Allgäu kooperativ zu begleiten, strategisch weiterzudenken und gemeinsam zu gestalten.

    Nachhaltige Strukturentwicklung

    Als direktes und langfristig wirksames Ergebnis der Projektmaßnahmen wurde das dauerhafte Aufgabenfeld Nachhaltigkeitsmanagement fest in der Organisationsstruktur der Allgäu GmbH verankert. Dies stellt sicher, dass die im Projekt angestoßenen Prozesse gemeinsam mit den Partnern kontinuierlich betreut, Wissenstransfers gesichert und innovative Ideen für die Region beständig weiterentwickelt werden können.

    Umgesetzte Maßnahmen im Überblick:

    • Projektmanagement: Einrichtung und erfolgreiche Führung einer zentralen Koordinationsstelle für das Themenfeld
    • Strategie-Entwicklung: Erstellung einer fundierten Ist-Analyse sowie die Definition strategischer Handlungsfelder für den Lebensraum
    • Netzwerkaufbau: Etablierung des regionalen Beteiligungsnetzwerks „Koalition der Willigen“
    • Wissenstransfer: Durchführung zielgerichteter Umsetzungsworkshops und Ideen-Schmieden zur Vernetzung der Akteure
    • Veranstaltungsformate: Initiierung und Etablierung jährlicher, reichweitenstarker Formate wie der Aktionswoche „Woche der Nachhaltigkeit“ und der allgäuweiten Allgäu CleanUP Days für Gäste und Einheimische
    • Angebotsentwicklung: Erarbeitung praxisnaher Hilfestellungen und Leitfäden, darunter das Informationsangebot „Nachhaltiges Gastgeben im Allgäu“
    • Öffentlichkeitsarbeit: Umsetzung gemeinsamer Informations- und Marketingkampagnen zur Erhöhung der regionalen Sichtbarkeit
    • Plattformen: Bereitstellung digital-analoger Informationsangebote zur transparenten Darstellung regionaler Initiativen
    • Interne Etablierung: Beispielhafte Integration des Nachhaltigkeitsgedankens als festes, alltägliches Handlungsprinzip innerhalb der Allgäu GmbH

    Projektdaten und Rahmenbedingungen:

    • Beteiligte LAGs: Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. (federführend), Kneippland Unterallgäu e.V., Regionalentwicklung Westallgäu – Bayerischer Bodensee e.V., bergaufland Ostallgäu e.V.
    • Projektlaufzeit und -gebiet: 07/2022 – 12/2024, Bayerisches Allgäu
    • Förderprogramm: LEADER 2014 – 2022, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

    Projektvolumen und Finanzierung: 264.000 Euro (60 % LEADER-Förderung, 40 % Ko-Finanzierung durch die vier Allgäuer Landkreise und drei kreisfreien Städte)