Nebelhorn - Gipfel im Sonnenlicht
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Allgäu GmbH, Nikolas Seymour

Im Zeichen des nachhaltigen Outdoorsports: ALPINE AWARENESS CAMPS

Wie können Digitalisierung und Naturerlebnis im Outdoorsport Hand in Hand gehen? Das grenzüberschreitende Interreg-Förderprojekt „Alpine Awareness Camps“ (Projektphase 2024-2026) hat hierfür neue, zukunftsweisende Lösungsansätze entwickelt und erfolgreich erprobt. Durch die Kombination aus praxisnahen Camps und einer begleitenden digitalen Plattform wird das Bewusstsein für ein verantwortungsvolles Verhalten im alpinen Raum gestärkt, um Outdoorsportler gezielt für den Schutz sensibler Bergökosysteme zu sensibilisieren.

    Strategische Verankerung und Zielsetzung

    Die Vereinbarkeit von aktivem Outdoorsport und dem Schutz sensibler Naturräume ist ein zentraler Kernbaustein einer zukunftsfähigen Lebensraumentwicklung im Allgäu. Das grenzüberschreitende Interreg-Förderprojekt „Alpine Awareness Camps“ widmete sich gezielt dieser Schnittstelle. Unterstützt durch europäische Fördermittel war es das primäre Ziel des Vorhabens, innovative Bildungs- und Verhaltensangebote für den Outdoorsport im alpinen Raum zu entwickeln, zu erproben und über den regionalen Rahmen hinaus zu etablieren.

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    Interreg

    Wissenschaftliche Fundierung und Studienergebnisse

    Um die Ausbildungskonzepte der Camps auf eine verlässliche Datenbasis zu stellen, wurde eine umfassende empirische Studie (quantitative Erhebung sowie qualitative Experteninterviews in Bayern und Tirol) durchgeführt. Die wissenschaftliche Analyse des Forschungsteams KMU & Tourismus der Universität Innsbruck legte konkrete Handlungsbedarfe offen: So wurde die gestiegene Frequenz im Bergraum als zentrale Herausforderung identifiziert, weshalb Trainings zur aktiven Besucherlenkung und das Verständnis komplexer Umweltsysteme in den Fokus rücken. Zudem fließen praxisnahe Module zu Mobilitätslösungen sowie Methoden zur Motivation spezifischer Anspruchsgruppen für eine nachhaltige Tourenplanung direkt in die Konzeption der Pilotcamps ein.

    Naturverträglicher Bergsport und digitale Infrastruktur

    Im Zentrum des Projekts stand die Konzeption und praktische Erprobung der sogenannten „Alpine Awareness Camps“. Dieses neue Angebot verbindet die Begeisterung für den Bergsport mit einer gezielten Sensibilisierung für ökologische Zusammenhänge und die Bedürfnisse der alpinen Flora und Fauna. Um die erarbeiteten Inhalte – wie Verhaltensregeln, Artenschutz und rücksichtsvolle Routenplanung – einer breiten Zielgruppe dauerhaft zugänglich zu machen, wurde eine begleitende digitale Plattform aufgebaut. Diese digitale Infrastruktur unterstützt Outdoorsportlerinnen und Outdoorsportler aktiv dabei, naturverträglich und risikobewusst in den Bergen unterwegs zu sein.

    Umgesetzte Maßnahmen im Überblick:

    • Projektmanagement: Grenzüberschreitende Koordination und Steuerung des Interreg-Förderprojekts mit den alpinen Partnern
    • Angebotsentwicklung: Konzeption des neuen Bildungs- und Erlebnisformats „Alpine Awareness Camps“ für den Outdoorsport
    • Praxistest: Durchführung und erfolgreiche Evaluation von Workshops und Pilot-Camps mit verschiedenen Fokus-Zielgruppen im alpinen Raum
    • Digitale Infrastruktur: Aufbau, Bereitstellung und kontinuierliche Pflege einer digitalen Plattform zur zielgerichteten Wissensvermittlung
    • Besucherlenkung: Erarbeitung praxisnaher Lösungsansätze und digital unterstützter Kommunikationswege zur Vermeidung von Nutzungskonflikten in sensiblen Naturräumen
    • Öffentlichkeitsarbeit: Umsetzung gemeinsamer, reichweitenstarker Informationsmaßnahmen zur Förderung eines respektvollen Miteinanders am Berg

    Projektdaten und Rahmenbedingungen:

    • Projektträger: Verein zur Information über alpine Gefahren
    • Projektpartner: Universität Innsbruck, TVB Kaunertal, TVB Kitzbüheler Alpen Brixental, Allgäu GmbH
    • Förderprogramm: INTERREG VI-A Bayern-Österreich 2021-2027
    • Projektcode: BA0100043
    • Gesamtkosten: 456.310 €

    Fördersatz: 75%

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    Allgäu GmbH, Susanne Mölle

    Lajana Gebhard

    Nachhaltigkeitsmanagement