©

Allgäu GmbH, Dominik Berchtold

Umweltbildung und naturnaher Tourismus im Allgäu

Die Einzigartigkeit unserer Landschaft ist das wertvollste Gut der Region. Um dieses aktiv zu schützen, setzten die kommunalen Akteure im Rahmen dieses LEADER-Kooperationsprojekts (Laufzeit 2018–2021) auf gezielte Wissensvermittlung. Durch eine neu geschaffene zentrale Koordinationsstelle gelang es, die regionale Umweltbildung verstärkt mit dem Tourismus zu verzahnen. Einheimische wie Gäste profitieren heute von einem aktiven Umweltbildungs-Netzwerk und Angeboten, die das Bewusstsein für unsere sensiblen Ökosysteme schärfen.

    Strategische Verankerung und Zielsetzung

    Das wertvollste Gut im Allgäu ist seine Landschaft. Deshalb setzen die Allgäuer Landkreise und die kreisfreien Städte gemeinsam mit der Allgäu GmbH im Rahmen der Tourismus- und Destinationsstrategie 2030 auf eine verantwortungsvolle Regionalentwicklung. Das LEADER-geförderte Kooperationsprojekt „Umweltbildung und naturnaher Tourismus im Allgäu“ (Projektlaufzeit: 12/2018 – 12/2021) hat hierzu einen wichtigen Meilenstein gesetzt: Durch den Aufbau eines stabilen Netzwerks und die Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle wurde die regionale Umweltbildung gestärkt, um Einheimische wie Gäste erfolgreich für ökologische Zusammenhänge in unserer Heimat zu sensibilisieren.

    Profilschärfung und digitale Infrastruktur

    Gleichzeitig wurde durch die Projektarbeit das Profil des Allgäus im Bereich des naturnahen Tourismus weiter geschärft. Das Netzwerk hat gemeinschaftlich intensive Naturerlebnisse mit ökologischen Bildungsangeboten verknüpft, diese erfolgreich etabliert und der Öffentlichkeit unter anderem über die interaktive Allgäu-Karte digital zugänglich gemacht. Eine im Zuge des Projekts aufgebaute Datenbank sowie ein eigens entwickeltes Qualitätsverständnis bilden seither die dauerhafte strukturelle Basis für die Zusammenarbeit der Akteure.

    Umgesetzte Maßnahmen im Überblick:

    • Projektmanagement: Erfolgreicher Aufbau und Steuerung einer zentralen Koordinationsstelle für das Themenfeld
    • Qualitätsmanagement: Entwicklung und Einführung eines spezifischen Qualitätsmanagementsystems für die Umweltbildung im Allgäu
    • Strukturelle Basis: Durchführung einer umfassenden Bestandsaufnahme und Analyse sowie der Aufbau einer zentralen Projektdatenbank
    • Netzwerkarbeit: Organisation von zielgerichteten Netzwerkveranstaltungen, Fachtagungen und praxisnahen Weiterbildungen
    • Angebotsentwicklung: Konzeption und Umsetzung naturnaher Erlebnisangebote, insbesondere für Gruppen
    • Öffentlichkeitsarbeit: Durchführung gemeinsamer Informations- und Marketingmaßnahmen zur Stärkung des regionalen Umweltbewusstseins
    • Zukunftssicherung: Erfolgreiche Projektentwicklung zur langfristigen Weiterführung der geschaffenen Netzwerkstrukturen über den Förderzeitraum hinaus

    Projektdaten und Rahmenbedingungen:

    • Beteiligte LAGs: Kneippland Unterallgäu e.V., Regionalentwicklung Oberallgäu e.V., Regionalentwicklung Westallgäu – Bayerischer Bodensee e.V., bergaufland Ostallgäu e.V.
    • Projektlaufzeit, -beginn und -gebiet: 12/2018 – 12/2021 (Projektbeginn: 03/2019), Bayerisches Allgäu
    • Förderprogramm: LEADER 2014 – 2020, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
    • Projektvolumen und Finanzierung: 180.000 Euro (60 % LEADER-Förderung, 40 % Umlagefinanzierung durch die Allgäu GmbH mittels Kofinanzierung der Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte)
    • Projektpartner: Bund Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ), Naturpark Nagelfluhkette mit dem AlpSeeHaus Immenstadt
    gefördert durch LEADER