
Allgäu-Expertise gefragt: „Deine Berge von morgen“: Alpine Awareness Camps setzen starke Impulse für die Zukunft des alpinen Tourismus. Über 50 Expertinnen und Experten aus Tourismus, Bergsport, Politik und Wissenschaft diskutierten in Innsbruck über alpine Sicherheit, Nachhaltigkeit und die Zukunft des Bergtourismus
Das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „Alpine Awareness Camps“ (AAC) ist mit einem Abschlussevent in Innsbruck zu Ende gegangen und liefert wichtige Impulse für die Zukunft des nachhaltigen Bergtourismus. Über 50 Expertinnen und Experten aus Bayern und Österreich diskutierten über alpine Sicherheit, Naturverträglichkeit, intelligente Besucherlenkung und die Auswirkungen des Klimawandels auf sensible alpine Räume.
Die Perspektive aus dem Allgäu brachte Lajana Gebhard, Nachhaltigkeitsmanagement der Allgäu GmbH, in die hochkarätig besetzte Gesprächsrunde ein. Im Zentrum des Abends stand eine prominent besetzte Gesprächsrunde unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Mike Peters von der Universität Innsbruck. Dabei diskutierten:
• Reinhard Klier, Vorstand Wintersport Tirol AG, Fachgruppenobmann Seilbahnen WKO
• Lajana Gebhard, Nachhaltigkeitsmanagement Allgäu GmbH
• Julia Steiner, Bereichsleitung Nachhaltigkeit & Partnerschaften der Tirol Werbung
• Peter Plattner, Berg- und Skiführer, Alpinjournalist
• Dietmar Walser, Geschäftsführer TVB Tiroler Oberland - Erlebnisraum Kaunertal
„Die große Herausforderung besteht darin, Natur erlebbar zu machen und gleichzeitig sensible Räume zu schützen. Gerade weil immer mehr Menschen draußen unterwegs sind, braucht es Bewusstseinsbildung, Besucherlenkung und ehrliche Kommunikation. Nachhaltigkeit beginnt nicht erst am Berg, sondern oft schon bei der Anreise oder der Entscheidung, wie wir uns in der Natur bewegen“, betont Gebhard.
Positiv hervorgehoben wurde vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Wissenschaft, Bergsport und Naturvermittlung über Landesgrenzen hinweg. Genau dieser praxisnahe Austausch habe wesentlich dazu beigetragen, konkrete Lösungen für die Zukunft des alpinen Tourismus zu entwickeln.
Die kostenlosen SAAC-Camps bleiben auch künftig zentraler Bestandteil der Initiative. Gleichzeitig sollen die im Rahmen von AAC entwickelten Inhalte und Werkzeuge nun verstärkt Tourismusdestinationen, Betrieben und Organisationen im gesamten Alpenraum zugänglich gemacht werden.
Die Berge im Hosentaschenformat: Die neue AAC-Plattform
Auch 2026 werden kostenlose Basic-Camps angeboten. Diese finden sich neben Online-Weiterbildungsangeboten auf der AAC-Plattform (www.alpine-awareness.eu). Damit ist die AAC-Plattform eine digitale Bildungszentrale für nachhaltige Bildung rund um den Outdoorsport, aufgeteilt in drei Bereiche:
Academy: Zentrale Lerninhalte der SAAC-Camps als digitale E-Learning-Module und Quiz-Lektionen.
Nachhaltigkeits-Guide: Tipps zur umweltfreundlichen Anreise, Re-Use von Equipment, DIY-Reparaturen und CO₂-Rechner zum Überprüfen des eigenen ökologischen Fußabdrucks für den Tag in den Bergen.
Services: Übersicht über Bergwetter-Prognosen, aktuelle Lawinenlagen und Hinweise zur Tourenplanung.
Ein Projekt mit Weitblick
Das Projekt „Alpine Awareness Camps“ (Projektcode: BA0100043) wird durch das Interreg-Programm VI-A Bayern-Österreich 2021-2027 gefördert. Es zeigt eindrucksvoll, dass Grenzen am Berg keine Rolle spielen – weder zwischen Ländern noch zwischen Sport und Naturschutz. „Für uns als Allgäu GmbH ist dieses Projekt ein großes Anliegen“, betont Gebhard. „Wir wollen, dass auch die nächste Generation die Allgäuer Alpen noch so wild und schön erleben darf, wie wir es heute tun. Die Alpine Awareness Camps sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Allgäu GmbH, Susanne Mölle
Simone Zehnpfennig
Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation, Geschäftsfeld Städte und Kultur

Allgäu GmbH, Verena Rechner
Stephanie Hofer
Digitales Marketing - Social Media, Presse
