Tag des Welterbes am 7. Juni
Von 170 Welterbestätten finden sich 55 in Deutschland und eine der bekanntesten im Allgäu. Der Tag des Welterbes rückt die Kulturregion in den Vordergrund.

Von 170 Welterbestätten finden sich 55 in Deutschland und eine der bekanntesten im Allgäu. Der Tag des Welterbes rückt die Kulturregion in den Vordergrund.
Welterbe und Immatrielles Kulturerbe das ganze Jahr über erleben. Exklusive Konzerte, historische Feste, offene Werkstätten und gelebte Museen laden ein.
Der Tag des Welterbes am Sonntag. 7. Juni, rückt die Kulturregion in den Vordergrund. Schloss Neuschwanstein, nun UNESCO-Weltkulturerbe, kennen weltweit Milliarden Menschen als das Cinderella-Schloss von Disney – doch nur wenige wissen, dass sein reales Vorbild Schloss Neuschwanstein ist - obwohl das Schloss bereits seit langem zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Welt zählt.
Das Schloss ist das ganze Jahr über zu besichtigen; zum Schutz des Welterbes sorgt seit Jahren das Online-Reservierungssystem für einen geregelten und limitierten Besuch. Ganz exklusiv wird es in den Abendstunden vom 29.07. bis 02. August 2026 - wenn der Schlosshof des Welterbes Neuschwanstein sich an fünf Abenden beim Klassikfestival Neuschwansteinkonzerte in einen Freiluftkonzertraum verwandelt.
Im Allgäu lassen sich noch mehr von der UNESCO gewürdigte Kulturgüter entdecken: Was im Allgäu von Generation zu Generation weitergegeben und als lebendige Traditionen bewahrt wird, ist vielfach Teil des Immateriellen Kulturerbes. Gäste dürfen daran teilhaben:
Alpwirtschaft Bad Hindelang: Als alpflächenreichste Kommune Deutschlands pflegt Bad Hindelang eine nachhaltige Alpwirtschaft im Einklang mit dem Naturschutz. Dafür steht das jahrzehntelang gelebte Ökomodell Bad Hindelang, welches sich an die jahrhundertealte Tradition der Beweidung ausrichtet. Gästen wird die Alpwirtschaft über exklusive Mitmachangebote vermittelt, wie Besuch der Sennalpe, Käseherstellen oder Mähen wie zu Großvaters Zeiten.
Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis: Das Naturheilverfahren von Sebastian Kneipp, dessen Wurzeln in Ottobeuren liegen, der in Bad Grönenbach lernte und der in Bad Wörishofen wirkte, wird heute modern interpretiert und in zahlreichen Kneipp-Kurorten wie Füssen und Oberstdorf weiterentwickelt und praktiziert. Schnupper-Kurse und Anleitungen für Zuhause führen zu nachhaltigem Erleben.
Historisches Handwerk: Das Allgäu ist die Heimat jahrhundertealter Handwerkskünste, die ebenfalls zum Immateriellen Kulturerbe zählen. Dazu gehören das Töpferhandwerk (wie die Werkstatt Allgäuer Keramik), die Handweberei, bspw. in Pfronten oder die manuelle Fertigung von mundgeblasenem Glas (wie im Glasmacherdorf Schmidsfelden). Eine Besonderheit ist das Gold- und Silberschmiedehandwerk in Kaufbeuren, wo sich die einzige Berufsschule für Schmuck-, Schmiede- und Glaskunst in ganz Deutschland befindet. Das traditionelle handwerkliche Bierbrauen lässt es sich in Allgäuer Privatbrauereien nachvollziehen und die deutsche Brotkultur wird bestens abgebildet durch den Verein Allgäuer Bäcker.
Kultur und Brauchtum:
Mundarttheater: In den Dörfern werden die Stücke in Mundart aufgeführt. Dabei unterscheidet sich der Dialekt zwischen Unter- und Ober- sowie Ost- und Westallgäu erheblich.
Volksmusik: Im Allgäu finden sich nachweislich die meisten Musikvereine in ganz Deutschland, sie fallen unter Instrumentale Laien- und Amateurmusizik und sind im Sommer überall zu hören.
Schützenwesen: Ebenso haben zahlreiche Dörfer im Allgäu einen Schützenverein. Welchen Stellenwert das Schützenwesen seit dem Mittelalter hat und wie es letztendlich Sport und Mythen förderte, erfährt man im deutschlandweit einzigen Haus zur Schützenkultur, das zum Schwäbischen Freilichtmuseum Illerbeuren gehört.
Streuobstanbau: Seit Jahrhunderten prägen Streuobstwiesen insbesondere im Westallgäu das Landschaftsbild. Ihre Artenvielfalt und ihre Schönheit kann zum Beispiel auf dem Streuobstwanderweg Scheidegg entdeckt werden - oder bei einer Radtour durch die Radreiseregion Naturschutzkammern; hier führt die Tour Landschmecker durch die Streuobstwiesen.
Friedhofskultur: Der Wohlstand der einst freien Reichsstadt Memmingen ist auch am historischen Friedhof abzulesen. Führungen vermitteln die Bedeutung der Patriziergräber und die besondere Kultur des jüdischen Friedhofs
Bayerisches Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes
Der Fischertag in Memmingen und das Tänzelfest in Kaufbeuren gehören zwar nicht zum Kulturerbe der UNESCO, stehen aber im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Mehr zu den Historischen Festen sowie alle Termine finden sich auf der www.allgaeu.de
Alles in der Übersicht: https://www.allgaeu.de/kultur/typisch-allgaeu/unesco

Allgäu GmbH, Susanne Mölle
Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation, Geschäftsfeld Städte und Kultur

Allgäu GmbH, Verena Rechner
Digitales Marketing - Social Media, Presse