Aufsichtsratsvorsitzender Christian Wilhelm fordert regionalen Zusammenhalt und Mut zur Gestaltung der Zukunft.

    350 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ließen sich auf den traditionellen Allgäu-Tag der Allgäu GmbH auf die Zukunft ein:

    Der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Stephan A. Jansen fesselte mit seiner Zukunfts-Keynote „Transformative Region: Eine Weltreise vom Makro zum Nano“ die Zuhörenden. Jansen verdeutlichte, wie sich globale Megatrends – von technologischen Innovationen bis hin zu neuen wirtschaftlichen Dynamiken – konkret auf die künftige Handlungsfähigkeit und Entwicklung der Region Allgäu auswirken. Vier konkrete Empfehlungen sprach er aus:

    Worauf sich das Allgäu konzentrieren sollte

    Authentizität statt Attraktion: Die Kernmotive Landschaft, Berge und Erholung benötigen keine künstlichen Highlights. Der Fokus solle beispielsweise in der Wegequalität und Landschaftspflege liegen.
    Kollaborative Lenkung statt Wachstum: Jansen sieht die Chance in der kollaborativen Besucherlenkung hinein in die Fläche und sieht dies als eine Gemeinschaftsaufgabe der Kommunen
    Ganzjahres- und Gesundheitstourismus: Aufgrund der Demografie werden Gesundheitsangebote immer wichtiger, Jansen sprach von der „Allgäuer Longevity“
    Nachhaltigkeit: Ein authentischer Standortvorteil sieht Jansen, wenn es der Region gelingt, Tourismus, Landwirtschaft, Energie- und Mobilitätswende zu einer gemeinsamen Transformationsgeschichte verbindet.

    Die Idee des gemeinsamen Allgäus

    Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Christian Wilhelm, rief in seiner Grundsatzrede dazu auf, den Wandel der Region aktiv zu gestalten. Vor dem Hintergrund tiefgreifender Umbrüche – vom Klimawandel über die Digitalisierung bis hin zum demografischen Wandel – plädierte Wilhelm für eine engere partei- und grenzübergreifende Zusammenarbeit im Allgäu.
    „Wir erleben eine Zeit tiefgreifender Umbrüche. Diese Entwicklungen dürfen wir weder kleinreden noch zum Anlass nehmen, uns in einer Selbsthilfegruppe des Dauerpessimismus einzurichten. Gerade jetzt braucht es Orientierung, Zuversicht und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, sagt Wilhelm und betonte, dass kein Vorsitzender, kein Landrat, kein Geschäftsführer, keine Bürgermeisterin allein das Allgäu voranbringe. Es geht um ein gemeinsames Allgäu.

    Allgäu GmbH als Entwicklungsplattform und Kernpunkte der Strategie

    In seiner Ansprache skizzierte der Aufsichtsratsvorsitzende zentrale Handlungsfelder für die Zukunft der Region, um das Allgäu zu einer der lebenswertesten Regionen Europas zu gestalten.

    So solle die Allgäu GmbH - Gesellschaft für Standort und Tourismus, noch mehr als Entwicklungsplattform fungieren, die Wissen bündelt, Trends erkennt und Innovationen vorantreibt. Die Mobilität müsse über Landkreis- und Verbundgrenzen hinweg harmonisiert werden, um einen verlässlichen und einfachen ÖPNV zu gewährleisten.
    Mit Blick auf die jährliche touristische Wertschöpfung von 1,9 Milliarden Euro fordert Wilhelm den Freistaat Bayern auf, die Finanzierung neu zu regeln. Auch Kommunen ohne Prädikat oder Kurbeitrag benötigten rechtssichere Instrumente, um Gäste und Betriebe an der Infrastrukturfinanzierung zu beteiligen.
    Als jüngstes Beispiel der gemeinsamen Zielsetzung führt er Olympia-Bewerbung an: Das Allgäu will Teil und Austragungsort der erneuten bayerischen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele sein.

    Diskussion zur Zukunft des Allgäus: „Handlung entsteht durch Haltung“

    Unter der Moderation von Uli Hagemeier stand die Zukunftsfähigkeit der Region im Mittelpunkt der Diskussion. Hagemeier betonte, dass Gestaltungswille, Zuversicht und ein Perspektivenwechsel entscheidend seien, um die Zukunft positiv zu besetzen: „Zukunft fühlt sich gut an, wenn man Zukunft gestaltet. Handlung entsteht durch Haltung – und Wissen ist ein Hauptgang für die Zukunftsküche.“ Zudem stellte er heraus, dass Heimat kein starrer Zustand, sondern eine fortlaufende Aufgabe sei und das alte Kirchturmdenken längst der Vergangenheit angehöre.

     

    Foto:
    v.l Uli Hagemeier, Stephan A. Jansen, Bernhard Stapfner, Christian Schoch, Christian Wilhelm, Stefan Egenter, Klaus Fischer © Allgäu GmbH, Dominik Berchtold

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    Allgäu GmbH, Susanne Mölle

    Simone Zehnpfennig

    Pressesprecherin, Unternehmenskommunikation, Geschäftsfeld Städte und Kultur; Unternehmenskommunikation Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben

    Stephanie Hofer - Allgäu GmbH
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    Allgäu GmbH, Verena Rechner

    Stephanie Hofer

    Digitales Marketing - Social Media, Presse